Kleine Selbstverständlichkeiten können zu wahren Herausfoderung mutieren: Das Abschliessen von Türen.
In Buenos Aires liess sich die Tür mit Kartenleser nicht öffnen, obwohl das Lesegerät jedes Mal grün anzeigte. Die Chipkarte kann auf vier Arten in den Schlitz einführen, aber keine hatte den Sesam-Öffne-dich-Effekt. Den gab's erst wenn man die Türe kräftig zuzog, während man die Karte einführte.
In Tandil handelte es sich nicht ein mechanisches Problem. Die Schlüssel zu Zimmer Drei passen nicht ins Schloss zur Zwei. Irren ist menschlich.
Viele der Schlüssel sehen aus wie bei uns die Tresorschlüssel einer Bank. Mit dem Nachteil, dass sie nicht symmetrisch sind.
Doch in Camarones und bereits vorher in Gaiman stellten wir fest, dass man einen Schlüssel nicht einfach ins Schlüsselloch einführen und drehen kann, sondern dass die eigene Feinmotorik gefordert ist. Steckt man den Schlüssel nicht genügend weit hinein, dreht er im Leeren. Versenkt man ihn ganz, dann schaut er fast wieder zur Tür heraus. Hat man endlich die richtige Stellung, kann es sein, dass der Bart auf der falschen Seite ist und das Spiel beginnt von vorne.
Nach zwei Wochen dachten wir, wir wären schon ziemliche Meister geworden (obschon dies ziemlich relativ ist, da die Argentinier selbst auch fummeln müssen, dies jedoch eleganter bewältigen als wir). Und da kam der Schlag in San Carlos de Bariloche: Das Garagentor. Schlüssel passt auf Anhieb. Drehen lässt er sich aber keinen Milimeter. Man muss den Schlüssel kräftig zur Seite drücken, dann etwas herausziehen und dann lässt er sich ganz drehen. Dass anschliessend die Türe trotzdem nicht aufging, lag daran, dass man ihr noch einen Tritt verpassen musste!
Das Problem endet nicht bei Zimmertüren. Auch der Tankdeckel des Autos hat seine Tücken. Hier haben wir jedoch die einfache Lösung gefunden: Wir übergeben die Schlüssel dem Tankwart, da alle Stationen bedient sind. Der hat dann zwar dieselben Schwierigkeiten, aber wir können schmunzelnd zuschauen.
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